Landesklasse - Spielberichte und Ergebnisse

Naumburger SV 1951 II

Saison 2007/2008

Landesklasse B | Tabelle | Mannschaftsaufstellung
Naumburger SV 1951 2 1 2 3 4 5 6 7 8 9      
Hillmann, R. ½ 0 ½ 1 ½ ½ ½ 0 1 4,5 9 50,0%
Packroff, H.   ½               0,5 1 50,0%
Rümmler, R.   1   ½ 0     ½   2 4 50,0%
Rößler, B. 0 1 1 1 ½ ½ 1 1 0 6 9 66,7%
Reichelt, H. ½   ½ 0 0 ½ 0 0 + 1,5 7 21,4%
Werner, K.-D.   ½         0     0,5 2 25,0%
Wendling, F. ½ ½ ½ 0 0 ½ 0 1 1 4 9 44,4%
Schlag, A. ½   ½       1   + 2 3 66,7%
Kluge, St. 1 ½ 1 ½ ½ ½ 1 ½ 1 6,5 9 72,2%
Schünemann, R. ½ ½ 0 1 1 0 ½ 0 ½ 4 9 44,4%
Mächler, F.                 0 0 1 0,0%
Bärthel, K.     1 1 ½ 1       3,5 4 87,5%
Freitag, P. 1         ½   0   1,5 3 50,0%
20.04.2008 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 9
Gegner: 1. SC Anhalt
Spielort: Naumburg
Ergebnis: 5,5:2,5

Zweite zeigt alte Stärke in der letzten Runde
Da war sie nun, die letzte Runde der Landesklasse in der Saison 2007/2008. Wie immer wurde diese letzte Runde als zentrale Endrunde ausgetragen. Das bedeutet, dass alle Mannschaften an einem Spielort ihre letzte Runde absolvieren. Da die letzte Runde in diesem Jahr in Naumburg ausgetragen wurde, mussten also alle Mannschaften, egal ob Heim oder Auswärtsspiel, hier in Naumburg antreten.
Im Vorfeld sollte man vielleicht erwähnen, dass es am 1. Platz in der Gesamttabelle nichts mehr zu rütteln gab, denn die Zeitzer Spieler lagen mit 3 Punkten Vorsprung uneinholbar auf Platz 1, woran auch selbst eine Niederlage der Zeitzer nichts geändert hätte.
Die Naumburger konnten dagegen noch den 2. Platz in der Gesamttabelle belegen. Allerdings mussten die vor dieser Runde auf Platz 2 liegenden Gräfenhainicher verlieren, was jedoch recht unwahrscheinlich sein sollte. Zwar ging es im Grunde um nichts mehr, doch wollten die Naumburger noch einmal zeigen, dass sie auch noch klar gewinnen konnten. Die Naumburger mussten gegen die auf Platz 5 liegenden Spieler des 1.SC Anhalt antreten. Sehr betrüblich war, dass bei dem 1.SC Anhalt gleich 2 Spieler nicht antraten und daher 2 Naumburger Spieler, Holger Reichelt und Andreas Schlag, umsonst am Sonntagmorgen aufgestanden sind. Vielleicht sollte der Landesschachbund eine Strafgelderhöhung für freigelassene Bretter in Erwägung ziehen, da man dies als doch recht unsportliche Geste verstehen muss.
Die Naumburger gingen also schon mit 2 Punkten kampflos in Führung und hatten es unter normalen Umständen recht leicht. Die Vergangenheit hatte jedoch gezeigt, dass eine Mannschaft, die mit 6 Spielern antritt, immer noch ein ernst zu nehmender Gegner sein kann.
Die Naumburger gingen also vorsichtig aber bestimmt ans Brett. Den ersten Knall gab es dann an Brett 8, an dem sich Frank Mächler in eine recht unangenehme Defensive drängen ließ. Sein Gegner opferte siegessicher einen Springer auf g4, was oberflächlich betrachtet auch sehr gefährlich aussah, doch setzte er nicht energisch genug nach, wodurch er Frank Mächler die Chance auf Vorteil gab. Allerdings überschätze auch Frank Mächler den Angriff und verteidigte sich nicht optimal, wodurch am Ende sein Gegner doch Recht hatte und den 1. Punkt für die Anhalter einfahren konnte. Robert Schünemann, der unter Umständen seine vorerst letzte Partie für den Naumburger SV spielte, erzielt kurze Zeit später den ersten halben Punkt für die Naumburger. Bern Rößler stand zu diesem Zeitpunkt ziemlich platt und suchte verbissen nach dem rettenden Remis. Der Gegner von Ralf Hillmann am 1.Brett fürchtete sich wohl offenbar, mit dem 1. Zug e4 zu eröffnen - ein Appell an die Skandinavische Verteidigung - was er bisher immer getan hatte und bereitet sich wohl auf eine zweifelhafte Lenigrader Variante (3.g4?) vor. Da Ralf Hillmann diese Variante allerdings recht gut kannte, fand er sein erhofftes Heil nicht in dieser Eröffnung und musste sich nun fortan mit unbekannten Stellungsbildern herumplagen. Bei Florian Wendling scheint der Knoten geplatzt, was sich mit einem Mehrbauern bemerkbar machte. Er baute seinen Vorteil Schritt für Schritt weiter aus und gewann auch noch einen 2. Bauern. Sein Gegner sah keine Möglichkeit mehr, die Partie zu retten, und gratulierte Florian Wendling zum Sieg. Es fehlte also lediglich noch ein Punkt zum Naumburger Sieg, welcher auch kurzer Hand von Steffen Kluge spendiert wurde. Er spielte eine recht zweischneidige Partie, in der auch sein Gegner seine Chancen auf Ausgleich hatte. Allerdings setzte sich am Ende der wohl stärkere Spieler durch und Steffen Kluge erhöhte sein Konto um einen weiteren Punkt und sicherte den Naumburgern somit den Sieg der 9. Runde.
Bleiben am Ende noch die Partien von Ralf Hillmann und Bernd Rößler übrig, die zwar lediglich kosmetischer Natur waren aber dennoch viel Spannung aufwiesen. Ralf Hillmann hatte seinen Gegner mittlerweile im Griff und ritt mit der holländischen Lanze (f5-f4) zum Angriff. Alle schweren Figuren seines Gegners bissen derweil auf Granit - auf den c6 Bauern, der durch Läufer verteidigt war. Als dann Ralf Hillmann mit dem schönen Zug d5-d4 die Überlastung der weißen Dame auf c3 unterstrich, waren es nur noch wenige Züge bis zur Aufgabe der Partie, da die beiden Mattdrohungen auf g2 und auf e1 nicht mehr unter Kontrolle zu bringen waren. Ralf Hillmann erhöhte damit das Naumburger Punktekonto auf stattliche 5,5 Punkte. Bernd Rößler fand leider nicht mehr den richtigen Weg, seine Partie im Gleichgewicht zu halten und musste aufgeben.
Die Naumburger gewinnen die letzte Runde mit 5,5:2,5 und konnten am Ende die Gräfenhainicher, die nebenbei gesagt ebenfalls 2 Bretter freigelassen haben und daher völlig verdient verloren haben, nicht mehr auf Platz 3 in der Gesamttabelle verweisen.

Bericht:rh

Naumburger SV 2 1. SC Anhalt
Hillmann, R. 1:0 Lichey, D.
Rößler, B. 0:1 Wenger, C.
Reichelt, H. +/- Bertz, M.
Wendling, F. 1:0 Windolf, M.
Schlag, A. +/- Klaus, J.
Kluge, St. 1:0 Oswald, M.
Schünemann, R. ½ Horvat, L.
Mächler, F. 0:0 Ritter, U.

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06.04.2008 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 8
Gegner: VfL Gräfenhainichen
Spielort: Gräfenhainichen
Ergebnis: 5:3

Viele Fehler verderben die vorletzte Runde
Am Sonntag, dem 06.04.2008, mussten die Spieler der 2. Mannschaft des Naumburger SV 1951 wieder zeitig raus, denn es war ein recht weiter Weg nach Gräfenhainichen anzutreten.
Die Caissa-Jünger aus Gräfenhainichen belegten vor dieser Runde den 2. Platz in der Tabelle, jedoch hatten sie, wie auch die Naumburger, keine Aufstiegsambitionen mehr, denn die auf Platz 1 liegenden Zeitzer sind zu stark und nicht mehr aufzuhalten.
Beide Mannschaften gingen demnach recht gelassen an die Sache und man merkte es im Spielverlauf auch, da es doch sehr viele dicke Patzer gab. Den ersten kapitalen Patzer leisteten sich die Gräfenhainicher am 3.Brett. Eine waghalsige kleine Rochade gegen Bernd Rößler, der erstaunlicherweise lang rochiert hatte, kam dann schon einem Selbstmord gleich. Eine lehrbuchreife Kurzpartie war die Folge, der Gegner von Bernd Rößler gab nach Txh6 umgehend auf, denn das schreckliche Ende wollte er sich nicht mehr zeigen lassen.
Nur wenig später waren die Naumburger mit ihrem ersten Patzer dran und Ralf Hillmann übersah einen einzügigen Qualitätsverlust und stellte damit im Grunde die Partie ein. Zwar kämpfte er noch etliche Züge weiter, doch war eigentlich nichts mehr zu holen.
Steffen Kluge machte es fürs Erste besser und gewann in der Eröffnung einen Bauern. Im Laufe der Partie stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht zwingend reichen muss, denn sein Gegner kämpfte fortan wie ein Löwe. Holger Reichelt war diesmal recht schlecht drauf, was auch an seinem recht undynamischen und passiven Spiel zu erkennen war. Die Niederlage, wie auch bei Ralf Hillmann, war daher nur eine Frage der Zeit. Glück hatte dagegen Roland Rümmler, denn sein Gegner übersah den giftigen Zwischenzug e5-e4, wodurch er die Partie wieder ausgleichen konnte und das Remis sicher gerecht war. Den ersten vollen Punkt in der Landesklasse der Männer erzielte Florian Wendling. Sein Gegner brachte seine Dame in eine etwas ungünstige Lage und sah sich zu einem Dameopfer (Damen gegen Turm und Läufer) genötigt. Dies reichte freilich nicht mehr, um die Partie im Gleichgewicht zu halten. Robert Schünemann konnte seinem Gegner nicht stand halten und gab seine hoffnungslose Partie auf. Peter Freitag zeigte Eröffnungsschwächen und überließ seinem Gegner das Spiel, was leider auch zur Niederlage führte. Alles im allem eine Runde mit vielen Patzern, was die gesamte Saison der Naumburger kennzeichnet. Die Gräfenhainicher gewinnen sicher verdient mit 5:3 und können ihren 2. Platz in der Landesklasse sichern. Die nächste und damit letzte Runde wird als zentrale Endrunde ausgeführt und findet dieses Jahr in Naumburg statt. Bei dieser zentralen Endrunde spielen alle Mannschaften der Landesklasse an einem Spielort, was mit Sicherheit wieder eine sehr spannende Sache werden wird.

Bericht:rh

VfL Gräfenhainichen – Naumburger SV 2
Michel, St.         1 Hillmann, R.
Hintzsche, I.       ½ Rümmler, R.
Kurth, U.           0 Rößler, B.
Dubbratz, F.        1 Reichelt, H.
Schubert, M.        0 Wendling, F.
Kowalski, B.        ½ Kluge, St.
Schäftner, J.       1 Schünemann, R.
Quinque, M.         1 Freitag, P.

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09.03.2008 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 6
Gegner: Chemie Wolfen
Spielort: Naumburg
Ergebnis: 4:4

Remis durch falsche Reklamation
Es war wieder so weit - die Naumburger Schächer hatten ihre 6. Runde in der Landesklasse zu bestreiten. Dieses Mal spielte die 2. Mannschaft des Naumburger SV 1951 bei ihrem Heimspiel nicht im Merseburger Lokal – Zur Sülze – sondern spielte direkt im Naumburger Lokal in der Bahnhofsstraße. Zu Gast waren die Spieler von Chemie Wolfen, die am Sonntagmorgen einen recht weiten Weg hinter sich bringen mussten.
Für beide Mannschaften ging es im Grunde um nichts mehr, da die Wolfener normalerweise nicht mehr absteigen und die Naumburger nicht mehr aufsteigen konnten. Die Naumburger gingen also recht gelassen an die Bretter, zumal die Gäste gleich 2 Bretter aufgerutscht sind, da Brett 1 und 2 fehlten. Der bisher am Brett 3 spielende Wolfener musste an diesem Tage also an Brett 1 spielen. Dieser Umstand machte jedoch die Vorbereitung der Naumburger Spieler völlig zu Nichte, denn niemand hatte damit gerechnet. Die Gäste dagegen konnten sich sehr gut vorbereiten und hatten zumindest diesen Vorteil auf ihrer Seite.
Die erste Stunde sah dann auch recht durchwachsen aus, denn es sah im Allgemeinen nicht so gut aus wie erhofft, denn außer Bernd Rößler am 3. Brett und einem leichten Vorteil bei Andreas Schlag war kaum Land in Sicht. Am 1. Brett musste sich Ralf Hillmann kaltblütig verteidigen, da sein Gegner ihm eine aggressive und seltene holländische Variante aufs Brett stellte. Holger Reichelt verwechselte in seinem Budapester Liebling die Züge und hatte mit Problemen zu kämpfen. Die restlichen Bretter standen in etwa gleich und man konnte kaum eine Prognose abgeben.
Nach ca. 2,5 Stunden Spielzeit konnte sich dann die Naumburger Punktemaschine - Bernd Rößler - durchsetzen und brachte die Naumburger mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später folgte Andreas Schlag mit einem weiteren Sieg und bewies damit einmal mehr seine Zugehörigkeit in der 2. Mannschaft. Altmeister Klaus-Dieter Werner schwächelte allerdings kurzzeitig und übersah eine doch recht einfache Springergabel auf c2, worauf eine Qualität (Springer gegen Turm) verloren ging. Seine Stellung war jedoch recht wackelig und sein Gegner ließ sich natürlich nicht 2mal bitten und setzte seinen Vorteil zum Sieg um.
Auch Florian Wendling konnte seine Statistik nicht verbessern und musste sich seinem Gegner ergeben. Nun stand es 2:2, doch die noch spielenden Naumburger Spieler standen nun doch recht gut und es sollte keine Probleme geben. Einzig Holger Reichelt verlor wegen seines Patzers in der Eröffnung im Laufe des Spiels eine Qualität, doch hat er schon sehr viele solche Partien ins Remis gerettet, sodass noch nicht aller Tage Abend war. Der Gegner von Ralf Hillmann am 1. Brett verlor offenbar den Angriffswillen und zog völlig unmotiviert seine einzigste Angriffsfigur (Turm) auf den anderen Flügel, anstatt noch eine hinzu zu holen und bekam auch prompt die Quittung dafür, denn er übersah den starken Zwischenzug D5. Darauf sah er sich genötigt, eine Qualität zu opfern, um überhaupt noch mitspielen zu können. Doch Ralf Hillmann baute Zug für Zug seinen Vorteil aus und stand auf Gewinn. Doch auch Ralf Hillmann zeigte im Verlauf Schwächen und nahm die Partie zu leicht, sodass sein Gegner die Partie wieder ausgleichen konnte und ihm ein Remis abtrotzte.
Steffen Kluge machte es dagegen besser, denn er konnte seinen Vorteil bis zum Sieg ausbauen und sorgte somit für das 4:3 für die Naumburger Domstädter. Wie so oft bleibt noch Holger Reichelt als letzter Spieler übrig und wie gesagt so getan hat er seine Partie völlig ausgeglichen, denn er konnte seinen Gegner in ein Endspiel, mit zwar 2 Minusbauern aber ungleichfarbigen Läufern und sehr aktivem König, zwingen. Es war für beide Spieler klar, dass man diese Partie mit normalen Mitteln nicht mehr gewinnen kann, worauf Holger Reichelt seinem Gegner Remis bot. Doch auch im Schach gibt es Spieler, die es mit der sportlichen Fairness nicht ganz so eng sehen. Man glaubt es kaum, aber sein Gegner lehnte das Remis ab, offenbar weil Holger Reichelt nur noch 7 Sekunden Restbedenkzeit hatte. Völlig verwirrt von der Remisanlehnung wollte er dann weitere 2 Züge später offiziell Remis reklamieren. Um korrekt Remis zu reklamieren, muss man laut -Ich reklamiere Remis- sagen und dabei die Uhr anhalten. Allerdings hatte Holger Reichelt nun lediglich noch 2 Sekunden auf der Uhr und schaffte es nicht mehr, sicherlich auch weil er nicht so vertraut mit elektronischen Uhren ist, die Uhr in der regulären Zeit anzuhalten. Nun kommt jedoch der Hammer, denn sein Gegner akzeptierte das sportlich gerechte Remis nicht und reklamierte selbst auf den Gewinn der Partie, da die Zeit von Holger Reichelt abgelaufen war.
Es haben sich mittlerweile viele Schachspieler am Brett eingefunden und es waren sich alle darüber einig, dass die Partie mit normalen Mittel nicht mehr zu gewinnen ist.
Dennoch, der Wolfener Spieler beharrte auf den Sieg und ignoriert völlig das Remis reklamieren bei 2 Sekunden auf Uhr, da es eben nicht ganz regelkonform war, denn beim Reklamieren muss man eben die Uhr anhalten.
Fraglich ob es mit 2 Sekunden auf der Uhr überhaupt möglich ist, eine elektronische Uhr zu stoppen.
Sicher kann man sagen – Pech gehabt, wenn die Zeit abgelaufen ist hat man eben verloren – doch ist es auch fair und sportlich richtig?
Nun, wie auch immer, das Mannschafts-Ergebnis lautet am Ende 4:4.
Der Gegner von Holger Reichelt freut sich nun über seinen Sieg und hat damit sicher seinem schachlichen Höhenflug einen weiteren Glanzpunkt hinzugefügt. Er kann seine sportlich große Leistung nun in die Welt hinaus tragen und darf sich Held der 6. Runde nennen.

Bericht:rh

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20.01.2008 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 6
Gegner: SK Dessau 93 - 2
Spielort: Dessau
Ergebnis: 4 : 4

Keine Überraschungen in der 6. Runde
Für die Naumburger hieß es am Sonntag wieder zeitig aufstehen, denn man musste nach Dessau fahren, um sich in der 6. Runde den Spielern von SK Dessau 93 zum fälligen Punktspiel in der Landesklasse zu stellen.
Auch wenn die Dessauer in der Tabelle lediglich den 8. Platz belegen, waren sie in dieser Runde den Naumburgern in etwa ebenbürtig.
Da die Naumburger in der letzten Runde ihren Aufstiegsambitionen abgeschworen hatten, ging es für sie im Grunde nur noch darum, den 2. Platz zu halten und auf eine Niederlage des Tabellenführers – die Zeitzer – zu warten, um eventuell doch noch im nächsten Jahr in die Landesliga einzuziehen.
Die Dessauer wollten sich dagegen mit einem Sieg aus der Abstiegszone katapultieren, wodurch sich am Ende doch ein spannender Kampf abzeichnete.
Die 1. Stunde verlief dann auch schon recht turbulent, da sich Peter Freitag - mangels Theoriekenntnisse – auf dünnem Eis bewegte. Steffen Kluge behandelte seine Eröffnung ebenfalls etwas nachlässig und musste schon recht frühzeitig eine schlechtere Stellung akzeptieren. Ralf Hillmann konnte dagegen recht frühzeitig einen klaren Vorteil aus einer seltenen Eröffnungsvariante vorweisen. Holger Reichelt stand ebenfalls gegen einen Königsinder recht solide und sollte kaum Probleme bekommen. Die restlichen Bretter standen ziemlich ausgeglichen und man konnte alles im allem recht zufrieden in die nächsten Stunden schauen. Doch dann gingen die Dessauer als erstes in Führung, da Robert Schünemann seinem Gegner nichts mehr entgegensetzen konnte. Der Gegner von Peter Freitag kannte sich offenbar auch nicht so recht in der Theorie aus und fand keinen Weg, Peter Freitag zu besiegen, sodass man sich am Ende auf ein gerechtes Remis einigte. Ralf Hillmann hatte sich in der Zwischenzeit eine Gewinnstellung herausgespielt. In dem Wahn, seine Stellung noch mehr zu verstärken, übersah er dann einen wohl verdienten – einfachen – Bauerngewinn, womit sein Gegner die Stellung wieder ausgleichen konnte und somit das 2. Remis feststand.
Ein Lichtblick war dagegen Klaus Bärthel, der in dieser Saison wieder zu alter Form aufläuft. Er überspielte seinen Gegner recht sehenswert und krönte mit einem schönen Turmzug seine Siegspartie, womit es wieder ausgeglichen stand. Holger Reichelt übersah indessen einen Figurengewinn und musste, wie Ralf Hillmann auch, in das Remis einwilligen.
Am 2. Brett stand Bernd Rößler recht gedrückt, doch konnte er allen Gewinnversuchen des Gegners trotzen und ebenfalls den Remishafen ansteuern. Das nächste Remis steuerte dann noch Florian Wendling bei, womit es immer noch ausgeglichen – 3,5 : 3,5 - stand. Bleibt am Ende noch die Partie von Steffen Kluge offen. Er konnte seine schlechte Eröffnungsbehandlung in ein Doppel-Turm-Endspiel umwandeln. Zwar hatte er in diesem Endspiel einen Bauern weniger, doch ist unter Schachspielern bekannt, dass Turmendspiele selten gewonnen werden. So endete auch dieses Endspiel remis und sicherte damit das 4:4 Gesamtergebnis.

Bericht:rh

Lübeck, W.       ½:½  Hillmann, R.	
Schneider, J.-E. ½:½  Rößler, B.
Sonntag, S.      ½:½  Reichelt, H.
Vogel, St.       ½:½  Wendling, F.
Uhlig, F.        ½:½  Kluge, St.
Thom, M.         1:0  Schünemann, R.
Pauly, R.        0:1  Bärthel, K.
Pannier, Th.     ½:½  Freitag, P.

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09.12.2007 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 5
Gegner: SG Motor Zeitz I
Spielort: Naumburg
Ergebnis: 3:5

Zeitiges Spitzenduell
Am 2. Advent trafen die Naumburger Spieler der 2. Mannschaft auf den Tabellenführer, den SG Motor Zeitz. Die Gäste aus Zeitz konnte man als favorisiert ansehen, da sie lediglich an 2 Brettern die nominell schwächeren Spieler aufwiesen. An den restlichen Brettern waren sie etwas besser und an einem etwa gleich besetzt. Zwar lassen sich die Naumburger Spieler von solchen Kleinigkeiten nicht einschüchtern, doch haben sie in dieser Saison die vorhergehenden Begegnungen nur mit viel Mühe und Schweiß gegen teilweise deutlich schwächere Gegner gewonnen. Somit lagen die Naumburger bis zu dieser Begegnung zwar auf Platz 2 und das ohne Punkteverlust, doch waren die einzelnen Begegnungen alles andere als klar und man hätte auch den einen oder anderen Kampf verlieren können. Die Zeitzer spielen in dieser Saison dagegen bärenstark und haben in der letzten Begegnung mit einem 7,5:0,5 ganz klar gezeigt, wer hier der Platzhirsch ist.
Es fing jedoch alles recht vernünftig an und nach einer Stunde Spielzeit standen alle Bretter recht ausgeglichen. Lediglich Florian Wendling sah sich einem stürmischen Angriff ausgesetzt, was jedoch noch keinen Grund zur Sorge gab. Nach einer weiteren Stunde sah die Sache dann schon etwas anders aus. Roland Rümmler sah gegen seinen Gegner sehr schlecht aus und hatte diesen, der nebenbeigesagt bisher alle Partien gewonnen hat, nichts entgegenzusetzen. Dies lag nicht nur daran, dass er eine Qualität weniger hatte, auch die Stellung sah sehr nach Verlust aus.
Dagegen konnte Ralf Hillmann am 1. Brett die Initiative übernehmen und stand besser. Florian Wendling stand immer noch unter Druck, doch es war immer noch nicht klar, ob der gegnerische Angriff erfolgreich sein wird. Zu diesem Zeitpunkt einigte sich Steffen Remis, da er keinen Weg fand, seine Stellung zu verstärken. Hier hatten die Naumburger auf einen ganzen Punkt gehofft, doch ist es eben nicht immer ganz einfach, einen nominell schwächeren Gegner zu besiegen.
Eine weitere halbe Stunde später gab Roland Rümmler seine hoffungslose Partie auf. Am 1. Brett stand Ralf Hillmann zwar immer noch recht gut, doch fand er keinen Weg, um seine Stellung weiter zu verstärken, worauf man sich auch auf Remis einigte. Dann schlugen die Zeitzer gleich 2mal erbarmungslos zu und führten die Naumburger somit aufs Abstellgleis. Florian Wendling konnte den Angriff seines Gegners nicht abwehren und musste seine Partie aufgeben. Holger Reichelt konnte den Ex-Naumburger Spieler Hubert Reimann ebenfalls nicht viel entgegensetzen und gab nach ca. 3 Stunden Spielzeit ziemlich chancenlos auf.
4:1 stand es nun schon und die noch laufenden Partien ließen kaum Zweifel an einem Zeitzer Sieg. Als dann noch Klaus Bärthel in Zeitnot seine offenbar gewonnene Partie wegstellte und sich Remis einigte, war der Zeitzer Sieg perfekt. Lediglich Robert Schünemann spielte beflügelt auf und sicherte den Naumburgern noch einem kosmetischen Punkt. Die letzte noch laufende Partie vom Naumburger Bernd Rößler gegen den Zeitzer Dieter Napirala war dann ebenfalls nur noch kosmetischer Natur. Sie hatte in Zeitnot jedoch jede Menge Pfeffer bekommen und der klare Vorteil des Zeitzers hatte sich in Luft aufgelöst.
Bernd Rößler trommelte zum letzten Gefecht, warf das wenige, was er noch hatte, in die Schlacht und erzwang somit die Zugwiderholung und das rettende Remis. Wie zu erwarten lässt eine so stark aufspielende Mannschaft wie die Zeitzer sich in dieser Saison nicht zweimal bitten und schlägt die Naumburger durchaus verdient mit 3:5.

Herzlichen Glückwunsch dazu!

Bericht:rh

Hillmann, R.   ½  Just, J.
Rümmler, R.    0  Schultheis, H.
Rößler, B.     ½  Napierala, D.
Reichelt, H.   0  Reimann, H.
Wendling, F.   0  Mathes, W.
Kluge, St.     ½  Wilke, F.
Schünemann, R. 1  Dr. Frimmel, H.
Bärthel, K.    ½  Richter, Th.

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25.11.2007 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 4
Gegner: Bad Schmiedeberg
Spielort: Bad Schmiedeberg
Ergebnis: 5:3

Glück im Unglück
Zur 4. Runde der Landesklasse B der Männer mussten die Naumburger Spieler sehr zeitig aufstehen, denn man hatte eine weite Reise - nach Bad Schmiedeberg - anzutreten. Nach etwas mehr als 2 Stunden Fahrt kamen dann alle unversehrt am Spielort an und es konnte beginnen.
Die Naumburger galten in dieser Runde wohl als Favoriten, obwohl es an manchen Brettern nicht ganz so klar schien. Die Bad Schmiedeberger ihrerseits wollten aber keinen Punkt kampflos abgeben, was einen harten Kampf vermuten ließ. Es ging allerdings relativ ruhig zur Sache, denn es stand nach ca. 2 Stunden Spielzeit bei fast allen Spielern ausgeglichen. Nur Robert Schünemann, der sehr gut aus der Eröffnung heraus kam und daher besser stand und Ralf Hillmann, der seinen Gegner nach zu passiver Eröffnungsbehandlung anfiel, konnten auf einen Vorteil verweisen.
Erst nach ca. 3 Stunden Spielzeit trennte sich Roland Rümmler von seinem Gegner Remis. Kurze Zeit später schlug die Naumburger Punktemaschine Bernd Rößler wieder zu. Zwar half der Gegner mit einer fehlerhaften Abwicklung tatkräftig mit, doch hilft am Ende alles nichts, denn der erste volle Punkt ging damit an die Naumburger.
Am ersten Brett hatte Ralf Hillmann den feindlichen König im festen Würgegriff und ließ keinerlei Gegenspiel zu. Nach ca. 3,5 Stunden Spielzeit reichte der Gegner zur Aufgabe die Hand und gratulierte den Naumburgern zum 2,5:0,5. Doch dann schlugen die Bad Schmiedeberger zurück, denn Florian Wendling musste trotz guter Eröffnung nach einem Patzer aufgeben. Der Naumburger Klaus Bärthel revanchierte sich dafür mit einem Sieg und konnte somit den Vorsprung wieder auf 3,5:1,5 ausbauen.
Es fehlte also lediglich noch ein Punkt zum Gesamtsieg und der sollte auch von Robert Schünemann kommen, da er seine leicht vorteilhafte Stellung in eine gewonnen Stellung verbessern konnte. Holger Reichelt konnte dagegen den Ausgleich aus der Eröffnung nicht aufrechterhalten und stand erheblich unter Druck, sodass eine Niederlage hier der natürliche Ausgang sein sollte. Steffen Kluge konnte seine optisch bessere Stellung ebenfalls nicht verstärken. Als er dann noch Gegenspiel zuließ, musste man schon sehr genau hinschauen, um den Ausgleich zu finden. Sein Gegner fand keine Verstärkung und bot Remis, welches natürlich von Steffen Kluge angenommen werden musste.
Es stand nun 4:2, wobei Robert Schünemann gewinnen musste und ein 5:3, da Holger Reichelt verlieren sollte, das Ergebnis lauten sollte.
Dann verbreitete sich plötzlich Unruhe im Spielsaal. Was war passiert? Entsetzt starrten die Naumburger Spieler auf das Brett von Robert Schünemann. Anstatt eine Figur zu gewinnen, indem er sie einfach schlug, zog er in Zeitnot die Dame weg und ließ eine Figur stehen, sodass der Gewinn in weite Ferne rückte und er die Partie sogar noch verlieren konnte. Sein Gegner sah, ebenfalls in Zeitnot, seine Chance und schlug die Figur, sodass nun viel Geschick und Zeit von Robert Schünemann notwendig war, um wenigsten noch ein Remis zu erzielen. Aber selbst im Schach gibt es Glück im Unglück, denn sein Gegner revanchierte sich einen Zug später ebenfalls mit einem dicken Patzer und hielt umgehend, zur Aufgabe, die Uhr an.
In diesen 2 Schreck-Minuten sind die Naumburger Spieler sicher um etliche Jahre gealtert, doch meint es die Schachgöttin Caissa wohl gut mit den Naumburger. Das Holger Reichelt seine Partie am Ende chancenlos aufgeben musste war sicher nur reine Formsache. 5:3 lautete am Ende dann doch noch das Ergebnis und sichert den Domstädtern ohne Punkteverlust den 2. Platz in der Gesamttabelle.
In der nächsten Runde geht es dann gegen die befreundeten Zeitzer Spieler, die ebenfalls noch keine Begegnung verloren haben. Eine zeitige Spitzenbegegnung, die sicherlich sehr viel Freude bereiten wird und vielleicht sogar schon eine frühzeitige Entscheidung um den Aufstieg sein kann.

Bericht:rh

Bad Schmiedeberg    Naumburger SV II
Berndorff, J.    0  Hillmann, R.		
Einbrodt, B.     ½  Rümmler, R.		
Baum, B.         0  Rößler, B.		
Berndorff, B.    1  Reichelt, H.
Baum, M.         1  Wendling, F.
Dittrich, G.     ½  Kluge, St.	
König, Th.       0  Schünemann, R.	
Stüwe, R.        0  Bärthel, K.

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04.11.2007 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 3
Gegner: SV Merseburg II
Spielort: Naumburg / Sülze
Ergebnis: 5:3

Die Revanche
2,5 : 5,5 war im letzten Jahr das Ergebnis zwischen dem Naumburger SV 2 und dem Merseburger SV 2. Eine herbe Schlappe, die die Naumburger letzte Saison einstecken mussten. Auch dieses Mal waren die Chancen annährend gleich, doch wollten die Naumburger es nun besser machen.
Wie so oft endete die 1. Partie remis, wobei es diesmal Ralf Hillmann am 1. Brett war, der den ersten halben Punkt zum erhofften Sieg beisteuerte. Auch er konnte seinen supersoliden Gegner in einer theoretischen Abhandlung nicht ins Wanken bringen. Zu dieser Zeit sah es an den offenen Brettern recht ausgeglichen aus. Lediglich 2 Spieler konnten bessere Stellungen aufweisen, wobei Klaus Bärthel die klar bessere Stellung hatte und Holger Reichelt den Vorteil in Form eines Mehrbauern. Robert Schünemann kam dagegen recht schlecht aus der Eröffnung heraus und stand wohl etwas schlechter.
Kurze Zeit später musste Andreas Schlag in ausgeglichener Stellung in das Remis einwilligen, da der leichte Vorteil vom Mittelspiel nicht mehr hergab als eine Punkteteilung.
Dann kam der erste Paukenschlag in Form eines ganzen Punktes für die Naumburger. Klaus Bärthel fand wieder zur alten Form zurück und überspielte seinen Gegner nach allen Regeln der Schachkunst und brachte die Naumburger erstmalig in Führung. Leider konnte Robert Schünemann seine Stellung nicht konsolidieren und musste seine Partie aufgeben, sodass es nun wieder ausgeglichen stand.
Steffen Kluge, der aus der Eröffnung recht ausgeglichen heraus kam, fand einen Weg, die Stellung zu verschärfen und setzte seinen Gegner immer mehr unter Druck. Dies machte sich beim Gegner bemerkbar, denn er verlor die Kontrolle und ließ eine Kombination zu, bei der er einen Turm verlor und es blieb ihm nicht mehr übrig, als Steffen Kluge zum Sieg zu gratulieren. Holger Reichelt konnte dagegen seinen Mehrbauern nicht zur Geltung bringen und musste in Zeitnot in das Remis einwilligen. Es stand nun 3,5 : 2,5 für Naumburg und es musste noch ein ganzer Punkt her, um die Scharte vom letzten Jahr wieder auszuwetzen. Dieser Punkt kam dann von der Naumburger Punktemaschine Bern Rößler. Er spielte seinen Gegner an die Wand und krönte seine schöne Partie mit dem wohl schönsten Zug des Tages, Turm schlägt g4 mit zwangsläufigem Matt.
Da die Merseburger Niederlage nun schon feststand, verlor der letzte noch spielende Merseburger den Willen zu siegen und bot dem Naumburger Florian Wendling Remis, der dieses Gebot annahm und so den Naumburger Sieg auf stattliche 5 : 3 Punkte erhöhte.

Bericht:rh

Naumburger SV 2 –  SV Merseburg 2
Hillmann, R.    ½  Romanow, W.
Rößler, B.      1  Schellhardt, M.
Reichelt, H.    ½  Wiegand, R.
Wendling, F.    ½  Grehl, T.
Schlag, A.      ½  Litzkendorf, A.
Kluge, St.      1  Rudolph, D.
Schünemann, R.  0  Büscher, S.
Bärthel, K.     1  Drygalla, A.

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21.10.2007 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 2
Gegner: SK Roland Weißenfels I
Spielort: Weißenfels
Ergebnis: 3,5:4,5

Wird Naumburgs 2. der Favoritenrolle gerecht?
Zur 2. Runde der Landesklasse im Schach musste die 2. Mannschaft des Naumburger SV 1951 e.V. gegen den Aufsteiger aus der Bezirkliga - SK Roland Weißenfels - antreten. Da die 1. Mannschaft der Naumburger spielfrei hatte, konnten sage und schreibe 3 Spieler als Verstärkung eingesetzt werden. Die Naumburger waren also die klaren Favoriten, da sie an 7 Brettern! deutlich höhere DWZ Zahlen vorweisen konnten und es sollte eine mehr als deutliche Angelegenheit werden.
Naumburgs 2. ging recht gelassen an die Sache heran, die Weißenfelser dagegen wollten nicht als Kanonenfutter enden und wollten keinen Meter Boden kampflos preisgeben.
Florian Wendling, der es seinem Gegner recht leicht machte, das Spiel auszugleichen, erzielte nicht unverdient das erste Remis des Tages. Dieses erste Ergebnis deutete schon auf den gesamten Spielverlauf hin. Auf den restlichen Brettern stand es sehr durchwachsen und man konnte keine klare Aussage machen, wer wohl am Ende die Nase vorn haben würde. Der am Brett 2 spielende Oberliga Spieler Herman Packroff hatte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett und ein Remis sollte das logische Ergebnis sein.
Bernd Rößler und Klaus Dieter Werner hatten sich bis dahin eine vorteilhafte Stellung erspielt und machten Hoffnung auf mehr. Roland Rümmler stand ebenfalls objektiv recht vernünftig und sollte zumindest nicht verlieren. Steffen Kluge am 7. Brett tat sich diesmal recht schwer und ließ die totale Blockade der Stellung zu, so dass er seine angriffslustige Ader nicht auspielen konnte und sich mit schwerblutigem Positionskampf auseinander setzen musste.
Robert Schünemann am 8. Brett konnte noch keinen Vorteil heraus spielen und stand recht ausgeglichen. Bleibt noch Ralf Hillmann am 1. Brett zu erwähnen, der bisher jegliche Angriffsversuche gegen seinen e3-Bauern abzuwehren wusste und etwas gedrückt aber ziemlich ausgeglichen stand. Wie vom Spielverlauf zu erwarten trennte sich Hermann Packroff von seinem Gegner Remis. Robert Schünemann trennte sich kurze Zeit später ebenfalls Remis. Roland Rümmlers Gegner gab völlig unerwartet auf. Er hatte eine Figur für seinen Angriff geopfert und übersah wohl eine Feinheit. Roland Rümmler ließ sich natürlich nicht 2 mal bitten und nutze diesen Patzer zum Sieg.
Steffen Kluge versuchte derzeit, seiner Stellung die nötige Schärfe zu verleihen, aber konnte die Blockade nicht durchbrechen und musste sichtlich unzufrieden aber nicht unverdient in das Remis einwilligen. Ralf Hillmann konnte in der Zwischenzeit seinen Schwächling auf e3 in einen Freibauern mit Hoffnung verwandeln. Klaus Dieter Werner hatte sich eine vorteilhafte Stellung erspielt, die sehr nach einem Sieg aussah. Doch kam leider auch er nicht über ein Remis heraus. Bernd Rößler konnte wohl als einziger völlig überzeugen, da er sich aus eigener Kraft eine Gewinnstellung herausspielte. Sein Gegner hielt dem Druck nicht mehr stand, stellte eine Figur ein und streckte Bernd Rößler zur Aufgabe der Partie die Hand entgegen. Bernd Rößler nahm die Aufgabe an und sicherte somit den gesamten Sieg der Mannschaft.
Es stand nun 2,5 : 4,5 für Naumburg und die letzte noch laufende Partie am 1. Brett sollte lediglich kosmetischer Natur sein. Leider übersah Ralf Hillmann den logischen 35. Zug f4, der den Damentausch erzwungen und seinen nominell stärkeren Gegner in eine zwar ausgeglichene aber unangenehme Defensive gebracht hätte. So musste Ralf Hillmann wenige Züge später die Waffen strecken und konnte den schon gesicherten Mannschafts-Sieg nicht auf ein etwas favoritengerechteres Niveau erhöhen. Somit gewinnt zwar die 2. Mannschaft mit 3,5 : 4,5, doch wird sie der Favoritenrolle in keiner Weise gerecht.
Will man um den Aufstieg spielen muss die gesamte Leistung deutlich erhöht werden. In der nächsten Runde spielen die Naumburger gegen die Merseburger, die solche Schwächen vielleicht nicht ungestraft durchgehen lassen.
Bericht:rh

Murzin, St.     Hillmann, R.   1:0	
Scherner, R.    Packroff, H.    ½	
Voigt, D.       Rümmler, R.    0:1
Schellbach, H.  Rößler, B.     0:1
Weber, N.       Werner, K.-D.   ½
Meier, F.       Wendling, F.    ½
Rudminat,P      Kluge, St.      ½ 
Schiller, U.    Schünemann, R.  ½	

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07.10.2007 Landesklasse - Naumburger SV 1951 II

Runde: 1
Gegner: TSV Elbe Aken
Spielort: Naumburg / Sülze
Ergebnis: 4,5:3,5

Werden Akener Schachspieler der Favoritenrollen gerecht?
Am Sonntag den 07.10.2007 fand die erste Runde der Landesklasse statt. Dieses Mal empfingen die Spieler der Naumburger 2. die Mannschaft vom TSV Elbe Aken zu Hause und hatten daher das Glück, nicht den weiten Weg nach Aken antreten zu müssen. Die Akener Schächer, die in der letzten Saison etwas überraschend, aber sicher nicht unverdient, den 2. Platz in der Gesamtwertung belegten, waren dieses Mal leicht favorisiert, denn sie konnten an 5 der 8 Bretter Spieler mit den etwas besseren Wertzahlen als die Naumburger antreten lassen.
Da die Naumburger sich bekanntlich nicht von solchen Kleinigkeiten einschüchtern lassen, war es keines Falls klar, dass die Akener auch gewinnen werden und man ging recht zuversichtlich zur Sache. Das erste Remis ging etwas überraschend an den Naumburger Holger Reichelt, der in der letzten Saison fast immer der letzte war, der seinen Gegner noch quälte. Diesmal nahm er jedoch das Remis etwas voreilig an, denn sein Gegner stellte einen Bauern ein, sah dies sofort, nachdem er die Uhr drückte und bot, vielleicht nicht ganz dem Regelwerk entsprechend, Remis. Holger Reichelt, der einen Zug vorher selbst Remis geboten hatte, nahm sichtlich erleichtert das Remisgebot des Gegners an, versäumte es jedoch, nochmals seine Stellung zu überprüfen. 30 Minuten später trennte sich Ralf Hillmann am 1. Brett ebenfalls Remis und steuerte auch einen halben Zähler dem Punktekonto zu. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach hätte sich Bernd Rößler am 2. Brett sagen sollen, denn anstatt einen sicheren Mehr-Bauern zu gewinnen, opferte er todesmutig einen ganzen Turm für einen Mattangriff. Spektakulär aber leider inkorrekt, denn er übersah einen Zwischenzug des Gegners, der seinen Mattangriff abwehrte. Mit einer fetten Qualität weniger kämpfte Bernd Rößler nun ums Überleben. Mit einem etwas wackeligen aber durchaus verdienten Remis startete Nachwuchsspieler Florian Wendling seinen ersten Auftritt in der Landesklasse und setzte seine erste Marke unter den Männern. Andreas Schlag, Steffen Kluge, Peter Freitag und Robert Schünemann hatten alle 4 eine recht solide Stellung und sollten zumindest nicht verlieren. Da es allerdings am Brett von Bernd Rößler recht trübe aussah, musste an den hinteren 4 Brettern zumindest einer gewinnen und der Rest remis spielen, wenn die Naumburger nicht verlieren wollten.
Vollgas war also die Devise, so dass Steffen Kluge aber auch Peter Freitag die Gangart verschärften und Ihre Gegner erheblich unter Druck setzten. Robert Schünemann trotze seinem Gegner in der Zwischenzeit ein Remis ab und empfiehlt sich damit ebenfalls als Stammspieler der Landesklasse. Nun ging alles recht schnell, denn Steffen Kluge erzielte in gewohnt kämpferischer Natur einen ganzen Punkt und sorgte somit für den Ausgleich. Andreas Schlag erzielte kurze Zeit später ein Remis. Am Ende setzte Peter Freitag noch den Paukenschlag mit einem dicken Punkt und sorgte somit für den Naumburger Sieg. Die Akener können also Ihrer leichten Favoritenrollen nicht gerecht werden, denn die Naumburger gewinnen mit 4,5:3,5. Schade nur, dass die vorzeitig abgereisten Naumburger Spieler ihren Mitspielern nicht zu Ihrem Sieg gratulieren konnten.

Bericht:rh

Ralf Hillmann     ½-½ Schroeder,Frank
Bernd Rößler      0-1 Schmidtke,Olaf
Holger Reichelt   ½-½ Bertz,Siegfried
Florian Wendling  ½-½ Stiehl,Volker
Andreas Schlag    ½-½ Vieten,Mario
Steffen Kluge     1-0 Ludwig,Hendrik
Robert Schünemann ½-½ Schmidt,Wolfgang
Peter Freitag     1-0 Fischer,Jörg

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Tabelle:

    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Naumburger SV 2 XX 4,5 4,5 5,0 5,0 3,0 4,0 4,0 3,0 5,5 12 38,5
2 TSV Elbe Aken 1863 3,5 XX 4,5 3,0 4,5 2,5 4,0 3,5 5,5 5,0 9 36,0
3 SK Roland Weißenfels 3,5 3,5 XX 4,0 4,5 3,5 3,5 4,0 2,5 2,0 4 31,0
4 SV Merseburg 2 3,0 5,0 4,0 XX 3,0 4,0 6,0 3,0 4,0 4,5 9 36,5
5 SF Bad Schmiedeberg 3,0 3,5 3,5 5,0 XX 3,0 4,0 4,0 1,5 2,5 4 30,0
6 SV Motor Zeitz 5,0 5,5 4,5 4,0 5,0 XX 6,0 5,0 7,5 4,5 17 47,0
7 SK Dessau 93 2 4,0 4,0 4,5 2,0 4,0 2,0 XX 3,5 4,0 4,0 7 32,0
8 Chemie Wolfen 4,0 4,5 4,0 5,0 4,0 3,0 4,5 XX 2,0 2,0 9 33,0
9 VfL Gräfenhainichen 5,0 2,5 5,5 4,0 6,5 0,5 4,0 6,0 XX 4,5 12 38,5
10 1. SC Anhalt 2,5 3,0 6,0 3,5 5,5 3,5 4,0 6,0 3,5 XX 7 37,5

Mannschaftsaufstellung:

     1     Mükke, J.-F.
     2     Hillmann, R.
     3     Packroff, H.
     4     Rümmler, R.
     5     Rößler, B.
     6     Reichelt, H.
     7     Werner, K.-D.
     8     Wendling, F.
     9     Schlag, A.
    10     Kluge, St.
    11     Schünemann, R.
    12     Mächler, F.
    13     Bärthel, K.
    14     Mehner, V.
    15     Ose, R.
    16     Pfefferkorn, A.
    17     Freitag, P.
    18     Rösiger, P.
    19     Schmeißer, J.
    20     Will, M.
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